Meet the Residents#10 – Robert Richter.

25. Mai 2012

1985 in Görlitz geboren, lebt Robert Richter seit 2000 in Dresden und ist hier als Grafiker bei Faber & Marke und freier Illustrator tätig. Angefangen im deutschen Agenturjungle realisiert er zunächst viele Projekte im Print- und Webbereich. In den letzten Jahren fand er jedoch seine Passion immer mehr in der Illustration. Seitdem arbeitet er regelmäßig an freien Projekten, Ausstellungen und nimmt an verschiedenen Contests teil. PS: Unter allen Kommentatoren verlosen wir 5 Drucke seines Bildes “Space Popsicle”.

Robert Richter aka „Entar“
1985 / Görlitz
Visual Artist & Illustrator
Website / Facebook / Dawanda

*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*

*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*

Ausstellungshinweis:

Robert Richter “Technical Planet” vom 28.05.-30.05.2012

jeweils von 20:00 – 24:00 Uhr, Location: Altes Wettbüro, Eintritt: frei

Link zur Veranstaltung (Facebook)

*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*

*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*

Unter allen Kommentatoren verlosen wir 5 Drucke “Space Popsicle”. Einfach einen Kommentar bis zum 01. Juni 2012 hier unter dem Beitrag schreiben und schon nehmen Sie an der Verlosung teil.

*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*

http://robertrichter.prosite.com/

*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*

Erzähl doch mal was zu Deiner Geschichte Robert, die Dich letztendlich zu dem werden lassen hat, was Du heute bist. Kreativ tätig, als Grafik-Designer und Illustrator.

Seit ich denken kann war ich irgendwie kreativ. Das ging relativ zeitig los, mit ca. 13/14 Jahren konnte ich die Finger vom Stift nicht mehr lassen. Und schon im Alter von 15/16 Jahren hatte ich den Wunsch in eine Agentur als kreativer Gestalter oder Grafiker einzusteigen.

Beschreib doch mal Deine Kindheit! So was kommt ja nicht von ohne. Waren oder sind Deine Eltern irgendwie auch kreativ tätig?

Nein gar nicht. Woher das kam, kann ich Euch gar nicht so richtig beantworten. Wahrscheinlich hat mir das meine Mutter so einfach in die Wiege gelegt. Ich habe einfach schon immer gern mit Farben gearbeitet und wollte verschiedene Hirngespinste einfach zu Papier bringen.

Ok, Deine Mama hat also keine kreative Ader, keinen Kurs besucht irgendwo? Irgendwoher muss das ja stammen?

Nein, das kam einfach so (lacht.) Ich hab mich eher von der bunten Außenwelt inspirieren lassen.

Du bist kein Ur-Dresdner. Woher kommst Du genau?

Urspünglich komme ich aus Görlitz, eine schöne Grenzstadt zu Polen welche an der Neiße liegt. Die Stadt Ist wirklich ein nettes Pflaster, ich bin jetzt aber schon seit 10 Jahren in Dresden und möchte die Stadt nicht auch mehr missen.

Du hast hier in Dresden zwei Jobs. Zum Einen als Angestellter bei der Dresdner Agentur Farbe & Marke, zum Anderen als freier Kreativer. Wie schaffst Du den Spagat zwischen dem angestellt sein und dem eigenen Business?

Das war mein eigener Wunsch aus dieser vollen Woche auszusteigen und den Fokus mehr auf die Selbstständigkeit mit dem Hauptbereich Illustration zu richten. In einer 60 Stunden-Woche bleibt einfach kein Platz für Freiräume. Deshalb ist letztendlich dieser Splitt zu Stande gekommen. Nun sind es die 20 Stunden Agentur, die als Ausgleich zum freien Ausleben mit den vielen Sachen die ich sonst noch mache dienen. Der Spagat tut mir somit auch sehr gut. Ich empfinde es als schönen Ausgleich.

Seit wann handhabst Du das so?

Das ist noch relativ frisch. Erst seit September letzten Jahres. Die Agentur war dabei letztendlich sehr entgegenkommend.

Deine Illustrationen sind irgendwie sehr markant und haben einen hohen Wiedererkennungswert. Das ist was ganz besonderes. Wie ist denn Dein Stil entstanden? 

Eine richtige Geschichte gibt es eher weniger dazu. Die Illustrationen wie man sie jetzt sieht, haben sich in den letzten beiden Jahren herauskristallisiert. Diese Stilistik, bei der ich gerne einen tiefgründigeren Inhalt vermittle, sollte grafisch nicht oberflächlich und glatt wirken sondern schon eher detailliert und tiefgründig ausgearbeitet sein. Zum Einen soll es zum denken anregen und zum Anderen soll die Message aber auch schnell begreifbar sein. Ich mag es auch wenn die Artworks ein gewissen Schmunzeln beim Betrachter herauskitzeln. Ob das immer ankommt, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht wirken die Arbeiten auch manchmal zu verrückt oder zu kompliziert. Nicht selten frage ich mich, ob das die Leute noch verstehen (lacht). Ich verbinde auch gern einfach Natur und Technik. Diese Kombination mag ich sehr, denn irgendwo ist sie ja auch ein Gegensatz. Um zum Thema zurückzukommen. Nein, den Ursprung kann ich nicht mehr ausmachen.

Sind also Natur und Technik Deine Inspirationsquellen? Wie stellt man sich das vor? Ein Robert Richter fährt mit dem Fahrrad durch den Wald oder über eine Landstraße und bekommt da seine Inspiration? 

(alle lachen) Nein, die Ideen kommen aus den unterschiedlichsten Situationen heraus. Auf dem Fahrrad lass ich eher mal alles hinter mir. Auch die ganzen Illustrationen und was ich sonst noch beruflich tue. Bei mir sind das eher bewusste Momente, wo ich genau darüber nachdenke, was ich als nächstes miteinander verstricken kann. Wirklich, es sind ganz unterschiedliche Situationen. Die Ideen kommen vor dem Rechner, unter der Dusche oder auf einer Party, bei der ich irgendwas entdecke.

Für wen arbeitest Du eigentlich als Freier? Gibt es da schon Großaufträge? Also Auftragsarbeiten, die Du übernimmst. 

Ja, es sind einige interessante Aufträge in der Pipeline. Einen festen Kundenstamm habe ich noch nicht direkt. Mein letzter großer Auftrag war die Longboard Collection 2012 für Bastlboards aus Leipzig – Ein interessantes Medium und für mich eine völlig neue Erfahrung im Auftragsgeschäft. Auf eine bestimmtes Klientel würde ich mich auch gar nicht festlegen wollen, da ich die Illustrationen auch wirklich breit gefächert einsetzen möchte um mir so keine Grenzen zu setzen. Für dieses Jahr sind noch einige Dinge mit Stores, Verlagen und Galerien geplant.

Du hast zuletzt in der Nikkifaktur ausgestellt und hast nächste Woche wieder eine Ausstellung im Alten Wettbüro. Wie ist denn die Resonanz in den Austellungen auf Deine Arbeit und was machen Ausstellungen für Dich so besonders?

Ja in der Nikkifaktur war einer meiner letzten großen Ausstellungen. Auch im Hechtviertel zur Kunstnacht war ich präsent. Die Resonanz ist durchgängig gut. Man bekommt Feedback und das ist positiv. Die Bilder verkaufen sich, was mich natürlich auch sehr freut. Dazu gehören Shirts mit Motiven und Bilder in unterschiedlichen Formaten. Aber da ist auch noch mehr geplant. Das Portfolio wird noch weiter ausgebaut.

Ist Dresden Dein Zuhause oder zieht es Dich noch mal in die Ferne?

Bis vor drei Jahren bestand da schon noch ein großer Wunsch auch noch mal raus zu gehen. Berlin. Dort ist einfach die Kunstszene noch ausgeprägter. Ich kenn da auch viele Leute, die da zugange sind. Die Szene da reizte mich schon. Aber letztendlich will irgendwie jeder nach Berlin, was wiederum dazu führt das die Stadt überlatscht ist und der Reiz irgendwann abnimmt. Letztendlich besteht dort natürlich auch ein großer Wettbewerb durch den man sich heftig durchboxen muss. Heute ist mir Dresden einfach zu sehr ans Herz gewachsen, dass ich lieber hier mein Ding starte. Hier gibt es schliesslich auch eine Kunstszene. Ich finde die Stadt hat jede Menge Potential. Und genau das möchte ich nun nutzen.

Danke für das Interview und den Abend, Robert.

Ja, ich bedanke mich auch bei Euch.

*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*

Aktuelle Ausstellung: “Technical Planet”, Ausstellungszeitraum vom 28.05.-30.05.2012, jeweils von 20:00 – 24:00 Uhr, Location: Altes Wettbüro, Eintritt: frei, Link zur Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/315697768507920/

*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*

Verlosung: 

Unter allen Kommentatoren verlosen wir 5 Drucke “Space Popsicle”. Einfach einen Kommentar bis zum 01. Juni 2012 hier unter dem Beitrag schreiben und schon nehmen Sie an der Verlosung teil.

Interview: Tino V. Göbel (vt)
Fotos: Nico Müller (www.nicomueller.de / Designer & Explorer)
#25.05.2012

Facebook Comments

38 Responses to “ Meet the Residents#10 – Robert Richter. ”

  1. angela on 25. Mai 2012 at 11:20

    gefällt mir sehr ABER kickern kanner nie ;)

    gewinn ich jetz?

  2. Martin on 25. Mai 2012 at 11:24

    Erster!!! Super Typ der Robert. Sehr lustiger Kollege und seine Arbeiten sind echt sehenswert.

  3. Marco on 25. Mai 2012 at 11:30

    Ein sehr schöner Beitrag.

    Marco

  4. vt on 25. Mai 2012 at 11:31

    Man kann auch langsam kommentieren. Ist doch eine Verlosung unter ALLEN Kommentatoren. Angela, ich denke mal, dass schliesst Dich nicht aus. :) (vt)

  5. Philipp on 25. Mai 2012 at 11:32

    Göööööööööörlitz :)

  6. Jens on 25. Mai 2012 at 11:33

    Wir mögen seine Arbeiten sehr und dieser “Space Popsicle” würde sich super im MOKOST-Büro machen :)

  7. Frank on 25. Mai 2012 at 11:40

    Danke für das Porträt & den Ausstellungstipp – schon gebucht. ;)

  8. Bianca on 25. Mai 2012 at 11:41

    Interessant! Ich finds immer super, wenn man ein Gesicht zu den Arbeiten hat und so ein bissl was über den Workflow hört. NICE!

  9. Pancake on 25. Mai 2012 at 12:11

    Really inspiring! :)

  10. Mirko Daeumler on 25. Mai 2012 at 12:17

    Sympathisches Porträt! Sehr schöne Fotos obendrein.

    Übrigens: Das die Agentur dieses Arbeitszeitmodell unterstützt ist gar nicht genug hervorzuheben. Find ich klasse!

  11. Andre on 25. Mai 2012 at 12:30

    Entar kann auch nicht pokern.

  12. Martin on 25. Mai 2012 at 13:03

    Der Robert zieht sein Ding durch – find’ ich super!! :)

  13. ennsen on 25. Mai 2012 at 13:46

    fly me to the moon!

  14. Anja on 25. Mai 2012 at 13:47

    Wieder was dazu gelernt… Cooles Interview. Viel Erfolg weiterhin und noch mehr!

  15. chris on 25. Mai 2012 at 14:12

    hui jmd aus der alten heimat..na dann weiterhin viel erfolg.

    auch für mich ;)

  16. vt on 25. Mai 2012 at 14:14

    Vielen Dank für das positive Feedback. Robert und wir die das Interview durchgeführt haben, freuen uns riesig darüber und haben gleich Lust auf mehr… :)

  17. Robert Richter on 25. Mai 2012 at 14:48

    Ein großer Dank geht auch von mir an an alle Likes und Comments :) . Das Interview und die Fotosession hat jede Menge Spaß gemacht!! Ein großes Dankeschön geht natürlich auch an SPUTNIKDRESDEN :D

  18. Cana on 25. Mai 2012 at 15:12

    Also die beiden Decks sehen echt hammer aus, da gabs doch auch noch so ein Unterwasser-Design, richtig?..Also Ich feiers definitiv!

  19. Dennis on 25. Mai 2012 at 16:10

    Sehr interessantes und sympathisches Porträt!

    So ein Bild würde sich übrigens fantastisch an meiner (leider momentan etwas kargen) Wand machen :P !

  20. Daniel Gutmann on 25. Mai 2012 at 16:52

    Der Typ ist so busy, da kommt man nicht mal als Dresdner an ihn ran
    XDDDDDD

    Geile Scheiße… weiter so… :D

  21. Pencake on 25. Mai 2012 at 17:58

    Hin oder her ob er nicht Pokern oder nicht Kickern kann, seine Arbeiten sind sehr inspirierend und ein Hingucker . Die Bilder sehen gut aus und das Interview ist nett geschrieben. Halt die Ohren steif und bleib fresh.

    Gruß aus Berlin

  22. An on 26. Mai 2012 at 08:45

    sehr schön! weiter so :)

  23. Jan on 28. Mai 2012 at 10:17

    Sehr schönes Interview und echt coole Arbeiten!!

  24. stefan on 29. Mai 2012 at 09:52

    Gut so!

  25. Jens on 29. Mai 2012 at 20:01

    fein fein

  26. Patrick Krüger on 29. Mai 2012 at 20:53

    Das Longboard ist der Hammer :D

    und das Poster ist vom Style her echt genial *___*

  27. ANDREAS on 29. Mai 2012 at 20:54

    So jetzt aber her mit diesem Leckerbissen ;)

  28. Anne on 29. Mai 2012 at 21:14

    kreatives kerlchen! :-)
    vorallem besitzer einer exa 1b – yeaaah!

  29. Christoph on 29. Mai 2012 at 22:07

    Super Postermotiv, macht sich aber auch auf T-Shirts gut.
    Cooler Typ mit witzigen Ideen ist er auf jeden Fall.

  30. Philipp H. on 29. Mai 2012 at 22:17

    Geniale Arbeiten, hab die Ausstellung in der Nikkifaktur gesehen und die war absolut gelungen!

  31. Ariane on 29. Mai 2012 at 22:24

    Wenn ich mir die Arbeiten so anschaue, dann ist mir denke ich neben dem Moxxom-auten schon die eine oder andere Illustration begegnet…
    Schade, dass die Ausstellund nicht noch zumindest bis zum WE läuft, denn erst dann kann ich wieder aus der neuen (vorübergehenden?) Heimat Görlitz zurück in die echte nach Dresden. Wann kommt wieder was? Ist schon eine neue Ausstellung in Planung?

    Fotos sind im übrigen auch durchweg schick. Ich hätte dann gern ein paar der Stifte und winke nun doch endlich der Winke-Katze zu. In diesem Sinne Adieu und frohes Schaffen! ;)

  32. Thomas R. on 29. Mai 2012 at 23:56

    Mh, interessanter Mensch und Künstler. Ich würde mich sehr über den Gewinn freuen.

    Viele Grüße aus Dresden,
    Thomas

  33. Jenny on 30. Mai 2012 at 00:32

    Très Chic.

  34. Roland on 30. Mai 2012 at 10:21

    Hach schön, da sieht man mal ein Gesicht zum mysteriösen Astronauten. Sehr sympatisch, auch das Interview.

  35. Robert Richter on 30. Mai 2012 at 11:36

    Danke fürs tolle Feedback Leute :D !!! @Ariane Falls du in den nächsten 4 Wochen in Magdeburg (https://www.facebook.com/events/232761316830541/) sein solltest, kannst du gerne vorbei kommen. Da hängen auch noch mal die Bilder den Juni lang. Ansonsten sind weitere Ausstellungen für dieses Jahr geplant, genaueres kann ich aber leider noch nicht sagen. Am besten hier mal einchecken: https://www.facebook.com/robertrichter.illustration.design

    Da bist du immer up to date!
    Liebe Grüße
    Robert

  36. arne rein on 31. Mai 2012 at 09:44

    feines interview. feiner kollege. feine fotos … gehst du mit der exa auch noch knipsen? :) … seh’n uns nächste woche in der agentur!

  37. ilona on 1. Juni 2012 at 16:36

    wir schreiben den 1. juni. ich bin immer noch lichtjahre entfernt von dem autor des spacigen posters. schade, das eis schmilzt zusehends. aber im dunkeln, hinter den eisbergen des tiefkühlfachs liegt schon ein neues für dich bereit;o)

  38. vt on 6. Juni 2012 at 09:54

    Die Gewinner stehen fest. Vielen Dank fürs Mitmachen :) http://www.sputnik-dresden.de/verlosung-aus-mtr10-mit-robert-richter/

Leave a Reply