Im Knast! PR Stammtisch Dresden
Xing hat ja bekanntlich Befürworter und Gegener. Ich selbst bin mir da auch nicht über den Nutzen des Portals ganz sicher, aber nun habe ich wieder einmal einen Grund gefunden, der mich positiv als Premiumnutzer stimmt. Vor ca. 2 Monaten bin ich in die von Sylvi Weidlich und Sabine Kempe gegründete Xinggruppe „Dresden kommuniziert“ eingetreten. Viele Erwartungen hatte ich dabei eigentlich nicht, obwohl die Mitglieder doch Interessantes hoffen ließen. Aber interessante Mitglieder heißt nicht automatisch interessante Artikel. Abgesehen von den Artikeln, treffen sich jedoch einige Mitglieder regelmäßig zu einem Stammtisch. Diese Woche fand der nunmehr bereits 10. PR-Stammtisch statt. Insgesamt 37 Gruppenmitglieder fanden sich in der Polizei-Direktion Dresden ein.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der anwesenden Teilnehmer übernahm Pressesprecher Polizeihauptkommissar Thomas Geithner das Wort und stellte zunächst die Direktion und deren Arbeit vor. Dabei kamen – ganz klar - interessante und weniger interessante Dinge an Tageslicht. Wissenswert war z.B., dass die Beamten am 110-Hörer keine Schulung bekommen und sich so auf ihr eigenes Menschenverständnis bzw. dem Übergeordneten verlassen müssen. Hmm, da kann ich nur raten sehr sehr emotional zu sein, um auch wirklich schnell Hilfe zu bekommen. Bei ca. 600 Anrufen täglich, kann die Einschätzung des Polizeibeamten – wenn wunderts – hinsichtlich der tatsächlichen Dringlichkeit ja auch mal daneben liegen. Aber naja, wir gehen ja vom Bestcase aus.
Nach dieser Einführung wurde die versammelte Großgruppe zunächst typisch nach Polizeistrategie geteilt. Meine Gruppe machte sich flux auf in den Lageraum der Polizeidirektion. Polizeihauptkommissar Norbert Schilling, der Polizeiführer vom Dienst, erläuterte die tägliche Arbeit seines Teams in der Notrufzentrale der „110“. Er stand Rede und Antwort und zeigte seinen modernen, aber nicht gerade gesundheitsfördernden Arbeitsplatz. Nach Bitten und Betteln der Anwesenden, durften wir auch mal in die Leitzentrale den eingehenden Anrufen der Polizeibeamten lauschen. Leider gabs nix Sensationelles zu berichten. Auch gut. Dann sind wir eben sicher hier in Dresden.
Besonders interessant war aber der Zellen-Trakt der Direktion. Für über 94 € pro Nacht kann man in Dresdens Polizeidirektion nächtigen. Wem´s gefällt, der klaut, überfällt oder macht sonst irgendeinen Mist. Frau Polizeihauptkommissarin Jana Ulbricht hatte dazu noch den ein oder anderen Schwank zu erzählen. Probeliegen durften wir auch mal. Obwohl in die Einrichtung ziemlich stylisch fand, inspirierte mich das Amiente und die Aura natürlich gar nicht. Und just in diesem Moment beschloss ich – nein, das gefällt mir ganz und gar nicht. Ich bleibe ehrlich. Wollt ich sowieso.
Das hat alles ziemlich lang gedauert, deshalb musste ich meine Gruppe auch schon verlassen. Aber es gab wohl noch einige Attraktionen zu hören, zu bestaunen und zu bewundern. So zum Beispiel einen herrlichen Blick und eine einmalige Perspektive vom Dach des Polizeigebäudes auf Frauenkirche, Rathaus und Neumarkt .
Ich nutze jedoch die Gelegenheit einer Raucherpause um mich der Sache zu entziehen, muss aber gestehen: Es hat Spass gemacht und ist 100% -ig empfehlenswert. Also ich komme wieder. Jedem der dies auch tun möchte, sollte sich anmelden und dabei sein, wenn „Dresden kommuniziert“.
Bildquelle: Sylvi


















