Hey Du, Du Datenlieferant!

27. März 2012

Kolumne Social Media  // Ein Gastbeitrag von Jan Pötzscher.

Man hat zunehmend das Gefühl, dass es mehr und mehr darauf hinausläuft – man wird Datenlieferant – und oftmals bekommt man es gar nicht mehr mit. Wie viele Nutzer beschäftigen sich denn wirklich und bewusst einmal mit den Datenschutzerklärungen und den Privatsphäreeinstellungen? Wie viele lesen sich denn wirklich einmal die Zulassungsbedingungen von Apps durch? Axel Bringéus von Spotify hat das in einem Interview treffend umschrieben, dass den deutschen Nutzer offenbar das Thema Datenschutz weniger wichtig ist und sie ohne groß nachzudenken, die Möglichkeiten des Social Web wie Sharing umfassend nutzen möchten.

Als ich unlängst einen Artikel auf Futurebiz zu neuen LBS-Apps (Location Based Services) gelesen habe, dachte ich mir, ich installiere mir gleich mal die App Banjo auf dem iPhone und schau mir mal an, was da passiert. Zur Erklärung, Banjo zeigt mir, welcher meiner Freunde bzw. Kontakte von Facebook oder Twitter sich in meiner Nähe aufhalten, sodass ich mich direkt mit ihnen treffen, etwas auf ihrer Pinnwand schreiben oder sonst etwas damit anstellen kann. Ähnliches machen auch die Apps Glancee und Highlight, nur dass die noch ein Stück weiter gehen und gleich ganze Profilinformationen und Fotos austauschen. Als ich die App installiert habe und sie mit meinem Facebook-Profil verknüpfen wollte, habe ich die Liste an Zulassungsbedingungen gelesen und war gelinde gesagt, erschrocken. Nicht nur, dass sie kompletten Zugang zu meinem Profil, meinen Fotos etc. haben möchte, sie möchte das auch von meinen Freunden haben.

Und hier habe ich intensiv begonnen, darüber nachzudenken, wie viel mir meine eigenen, persönlichen und vielleicht auch intimen Daten wert sind? Einen kostenlosen Latte Macchiato bei Starbucks? Einen 5 Euro Einkaufsgutschein beim Fahrradladen um die Ecke oder 70% Nachlass bei McDonalds? Oder einfach nur um zu sehen, wer sich in meiner Nähe aufhält? Bin ich bereit, mich für nichts zu prostituieren?

Erschreckenderweise habe ich festgestellt, dass die Toleranzgrenze der Bereitschaft, meine Daten freizugeben, selbst bei mir –  und ich behaupte von mir, ein aufgeklärter Onliner, ein „Digital Native“ zu sein – relativ weit oben liegt. Was ist aber mit den „Digital Naives“, mit denjenigen, die das Social Web aus einem viel sorgloseren Blickwinkel betrachten, bei denen der Herdentrieb, das Dabeisein, das „wenn alle das haben, dann muss ich das auch, sonst bin ich nicht cool“ eine extrem große Rolle spielt? Ich kenne die Antwort, denn ich habe im Projekt „Social Web macht Schule“ schon viel mit 7. und 8. Klässlern zu tun gehabt und weiß, dass sie sich darüber so gut wie keine Gedanken machen. Sie nutzen all die Möglichkeiten und Angebote, die das Social Web bietet, ohne zu wissen, dass sie damit nicht nur sich selbst „nackig“ machen, sondern meist auch ihre Freunde und Kontakte, denn viele Apps und Dienste wollen auch den Zugang zu ihrem weiteren Netzwerk.

Nun möchte ich natürlich nicht vergessen zu erwähnen, dass ich viele der Möglichkeiten des Social Web kennen und schätzen gelernt habe – ich bewege mich ja auch tagtäglich da drin. Und man darf auch nicht vergessen, dass es in den meisten Fällen immer einem selbst überlassen bleibt, ob man sich hier und da registriert, die App nutzt oder an dem Gewinnspiel teilnimmt. Aber wie schon erwähnt gibt es auch viele Fälle, wo ein gewisser Zwang, eine Gruppendynamik dahintersteckt, der man sich als Einzelner nur schwer entziehen kann.

Ich habe das Gefühl, dass wir uns inmitten einer Spirale befinden, die uns immer weiter nach unten zieht, bis wir ganz und gar nicht mehr Herr unserer Daten sind. Dazu kommt, dass Facebook angekündigt hat, noch mehr Nutzerdaten freigeben zu wollen – zu Werbezwecken. Klar, Facebook geht an die Börse und MUSS dann Gewinne erwirtschaften. Und entweder über Bezahl-Dienste, Premium-Accounts oder eben über Werbung. Wie der Spiegel schreibt, wird nun auch die Weitergabe von Informationen, die ich mit meinen Freunden teile, standardmäßig Apps zur Verfügung gestellt – bislang konnte man das als Nutzer verbieten: „Außerdem sollen Daten, die mit anderen Nutzern geteilt werden, von diesen nun auch standardmäßig an Apps weitergegeben werden dürfen. Diese Änderung schreibt offenbar den Status quo fest – bisher kann man in den Privatsphäre-Einstellungen diese Datenweitergabe nachträglich einschränken.“. Auch wenn Facebook diese Änderungen zur Abstimmung gestellt hat und beachtliche 36.000 Nutzer mit „Ich bin gegen diese Änderung“ kommentiert haben, ist das nur ein Bruchteil von den möglichen 2 Mio. Fans der Seite Facebook Site Governance. Das heißt, dass es sehr viel Nutzer gibt, denen das offenbar egal ist oder die darüber nicht Bescheid wussten.

Kann man diesen Teufelskreis des Desinteresses und der Hilflosigkeit aufhalten, ihn durchbrechen? Ich weiß es nicht! Sicherlich nicht über die Politik, die kaum einen blassen Schimmer von dem hat, was das Social Web ist und was es ausmacht, wie die Facebook-Seite der Sächsischen Staatskanzlei eindrucksvoll unter Beweis stellt. Auch die deutschen oder europäischen Datenschützer scheinen, wie man hier lesen kann, meist nur vom Hörensagen darüber Bescheid zu wissen, über was sie richten und entscheiden sollen. Frau Reding als EU-Justizkommissarin will, dass zukünftig „Goliath gegen Goliath“ beim Datenschutz gegen die Online-Mächte kämpft. Ist sie auf Facebook? Nein.

Folglich bleibt nur die Prävention, die Aufklärung und Sensibilisierung für Medienkompetenz. Doch wer soll das machen? Die Lehrer in den Schulen? Wohl kaum, denn die haben selbst alle Hände voll zu tun, mit immer stärker schrumpfenden Mitteln die steigende Anzahl von Schülern einigermaßen kompetent auf den Berufsalltag vorzubereiten.

Also hängt es dann doch an Agenturen und Unternehmen? Ja ich denke, hier kann man in jeden Fall schon einmal ansetzen, denn wir sind ja oft diejenigen, die zwischen Netzwerk und Nutzer stehen und damit auch eine gewisse Verantwortung tragen. Fangen wir doch einfach an, bei der nächsten App einmal mehr über den Wert des Zugangs zum Leben der Nutzer nachzudenken. Wie viele Daten brauchen wir wirklich zum Betrieb der App? Gehen wir sensibel genug damit um, achten wir auf den Datenschutz? Bieten wir dem Nutzer auch genug dafür, dass er uns Zugang zu seinem Profil gewährt?

Auch wenn das sicherlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, steter Tropfen höhlt ja bekanntlich den Stein.

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Der Autor: Jan Pötzscher arbeitet seit 2011 als Social Media Consultant bei queo, wo er für Kunden wie die SMA Technology AG tätig ist. Davor war er als Teamleiter Social Media bei Azionare beschäftigt und ist seit 2006 im Social Web aktiv. Der Vater von Zwillingen lebt vor den Toren Dresdens und unterstützt mit seinem Expertenwissen auch soziale Programme wie „Social Web macht Schule“.

Für Fragen oder Hinweise erreichen Sie Jan Pötzscher per Mail unter j.poetzscher@queo-insight.com.

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SPUTNIKDRESDEN ist an Veröffentlichungen durch Gastautoren immer interessiert. Sollten Sie ebenfalls Interesse daran haben, freuen wir uns über Ihre Kontaktanfrage.

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15 Responses to “ Hey Du, Du Datenlieferant! ”

  1. ANDREAS on 27. März 2012 at 10:04

    Hallo Jan,

    vielen Dank für diese sehr schöne und inhaltlich wertvolle Kolumne! Ich finde Du hast ein sehr wichtiges Thema angesprochen und klar gemacht, dass die “Ordnungshüter” eben nicht aus dem öffentlichen Haushalt kommen können. Trotzdem ist meine ganz persönliche Meinung, dass die Entscheidung über unsere Daten im Netz schon längst gefallen ist. Aus meiner Sicht haben wir hier leider das selbe Phänomen wie beim Genfood, sprich wer glaubt tatsächlich noch eine Wahl zu haben irrt. Denn ich zitiere: “…bei denen der Herdentrieb, das Dabeisein, das „wenn alle das haben, dann muss ich das auch, sonst bin ich nicht cool“ eine extrem große Rolle spielt…”, sprich genau hier liegt die Krux, denn wenn man zur Gemeinschaft gehören will, zu den Hipstern oder zu was auch immer, muss ich ja eh zustimmen, egal ob mir der Inhalt dieser Datenschutzbestimmungen gefällt oder nicht.

    LG

    Andreas

  2. Jan on 27. März 2012 at 12:49

    Vielen Dank Andreas. Du sagst es, oftmals hat man schon gar nicht mehr wirklich die Wahl, was ich sehr bedenklich finde.

  3. Phoenixx on 27. März 2012 at 12:56

    Ein toller Beitrag!

    Danke für die klaren Worte und die Anregungen zum Nachdenken. Ich denke, bzw. befürchte, wir steuern hier auf eine große Problematik zu.. deren Ausmaß wir heute noch gar nicht abschätzen können. Vermutlich wird es irgendwann einmal als “Luxus” betrachtet werden, oder eine große Errungenschaft bedeuten, wenn man es schafft sich den “Datenkraken” zu entziehen.

    Viele Grüße eines Kollegen
    A.

  4. vt on 27. März 2012 at 14:43

    Ich bin auf jedenfall schon so tief im Datensumpf, dass ich mittlerweile nachhaltig in meiner Kaufentscheidung beeinflusst werde. Obwohl ich mich z.B. zuguterletzt in einem Onlineshop gegen den Kauf eines Produktes entschieden habe (weil ich das Geld dann doch sparen will oder es letztendlich doch nicht brauche), erscheinen jene Produkte dann immer wieder auf den Seiten die ich absurfe. Diese nervende Stringenz von Google ist schon beachtlich. Es fehlt eigentlich nur noch, dass man bei Facebook lesen kann: Tino interessiert sich für folgende Produkte… Und schon weiß jeder was für Freizeitaktivitäten ich favorisiere. Gruselig.(vt)

  5. ANDREAS on 27. März 2012 at 14:49

    Lieber Phoenixx,

    mit Deiner Vermutung: “Vermutlich wird es irgendwann einmal als “Luxus” betrachtet werden, oder eine große Errungenschaft bedeuten, wenn man es schafft sich den “Datenkraken” zu entziehen.” triffst Du übrigens voll ins Schwarze. Denn dies ist ein definitiver Trend der bereits begonnen hat sich zu entwickeln. Soll heißen wir “Konsumenten” werden mehr und mehr bereitwillig Geld und Abo’s abschließen dafür dass unsere Daten nicht ausgeschlachtet werden und wir von personenbezogener Werbung verschont werden. Die simpelste Form dieses Trends ist der typische “Premiumaccount”.

    LG

    Andreas

  6. Sebastian on 27. März 2012 at 16:16

    Guter Artikel, Jan, wenngleich mir auch hier die Darstellung der wirklichen Gefahren viel zu vage bleibt. Was genau können Unternehmen mit den Daten anfangen bzw. wie können sie mir damit schaden?

    Jeder beschreibt das Szenario “Nacktheit”, keiner sagt mir, wie mir das konkret schadet.

    Von mir aus können Unternehmen alles über mich wissen, was ich im Social Web verbreite. Das fördert – auch bei den jungen Menschen – spätestens nach kurzer Lernphase eine größere Verantwortung. Ich muss damit leben, dass die Sächsische Staatskanzlei mir keinen Auftrag zuschanzt nach meinem Blogpost über oben verlinkten Fauxpas und auch die Deutsche Bahn wird mich im Zweifel nicht mehr einstellen. Ihr Problem :-) )

    Ich würde mir wünschen, dass sich mal jemand mit den tatsächlichen Gefahren auseinandersetzt, diese beschreibt und daraus ableitend Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Social Media gibt. Und bitte nicht: “Chef stellt Dich nicht mehr ein, weil Du mal gesoffen hast”

  7. Sebastian on 27. März 2012 at 16:18

    PS: Ich will mich hier auf keinen Fall zum Anwalt der Datenkrake aufstoßen. Mich nervt und ängstigt es auch. Aber bisher fallen mir nur gute Sachen ein, das zu nutzen. Situatives und hyperlokales Targeting erlaubt die relevanteste aller Werbeformen! Das ist auch für den Konsumenten gut, oder?

  8. Jan on 27. März 2012 at 17:07

    Hallo Sebastian,

    vielen Dank für Deinen Kommentar und Deinen Einwand. Vielleicht kann man sich dazu ja mal gemeinsam Gedanken machen? Ich bin sicher, dass dieses Thema noch lange nicht erschöpfend diskutiert wurde.

  9. vt on 27. März 2012 at 18:01

    @Sebastian: Mir fallen da eher negative Denkanstöße ein. Ich meine damit, dass wir eine digitale Identität bekommen, die wenn sie nicht geschützt ist, sträflich missbraucht werden kann. Von Unternehmen zu Marketingzwecken, von Staaten zur Kontrolle seiner Bürger, usw. Wenn sich meine Daten mehr und mehr zu einem Knäuel zusammenfinden, das absolute Rückschlüsse auf mein Leben zulässt, empfinde ich das nicht besonders positiv. Sicherlich gibt es auch einige Vorteile. Personifizierte Werbung kann aber letztendlich auch nicht wirklich ein Vorteil sein. Es fände es gruselig, wenn jeder Bäcker, jeder Friseur, jeder Klamottenladen, jedes Versandhaus usw. in der Lage wäre, mir passgenaue Werbung zuzusenden. Zum Glück lassen sich die meisten von den – noch aktuell – hohen Streuverlusten zurückhalten. Wenn es die nicht mehr gibt – die Streuverluste meine ich – , weil genannte Unternehmungen wissen das ich mich mal für irgendwas interessiert habe, wird mich das am Ende der Fahnenstange sehr sehr stören. So, wie mich das TV-Programm heute nervt und ich den Fernsehr abgeschafft habe. Wie werde ich aber dann die Massen an Werbung los, die genau auf mich zugeschnitten ist? Mit der Aussage baue ich mir natürlich meinen eigenen Galgen :) , aber persönlich empfinde ich es als Werber immer noch als angesehene Aufgabe mit Kreation Aufmerksamkeit zu erzeugen, anstatt meine Produkte und Dienstleistungen deshalb besser zu verkaufen, weil ich weiß, das die Frau von Herrn X heute Geburtstag hat und ich ihm deshalb freundlicherweise heute daran erinnere – genau heute mein Produkt Y seiner Frau mitzubringen. Natürlich zum Spezialtagesrabattpreis, denn Herr X ist Schnäppchenjäger. Irgendwie fühlt sich das link und nach Mathematik an. Aber nicht menschlich emotional. Oder? :)

  10. Dirk S. on 27. März 2012 at 21:19

    Das wäre doch eine tolle Session für das kommende MobileCamp (mobilecamp.de) … immerhin sind mobile Lösungen ja die Möglichkeit schlechthin, mehr über die Nutzer zu erfahren.

    Wir benötigen:
    - eine Gruppe gut vorbereiteter Skeptiker
    - eine Gruppe gut vorbereiteter Befürworter

    und dann eine gemeinsame Diskussion, in der wir beide Welten aufeinanderprallen lassen ;) Spielregeln: Polemik ist verboten, genauso pauschale Verdächtigungen und Verschwörungstheorien.

    Nur dürfen wir nicht erwarten, dass am Ende die eine Gruppe die andere nachher versteht. Die Diskussion kann nicht “erschöpfend” geführt werden, es prallen da Philosophien aufeinander.

    Ich würde mir als Ergebnis Toleranz zwischen beiden “Lagern” wünschen. Eventuell auch Ideen für pragmatische Lösungen.

    Ein Thema wäre personalisierte Werbung. Ich erkläre dann gern, warum ich die nicht als verwerflich ansehe…

  11. Sebastian on 27. März 2012 at 22:14

    @Jan: Ja, lass uns des Teufels Anwalt spielen! Nichts lehrt bekanntlich besser… DEAL!

    @vt: Bin Voll bei Dir, was staatliche Gewalten angeht! Nur sehe ich da die Sache (zu) pragmatisch. Eine Regierung, die den gläsernen Menschen wil, die kriegt ihn auch! Da entsteht nicht aus Datentransparenz die Macht sondern aus Macht die Datentransparenz! Leider…

    Und ad Kreation: Klar, Kreation ist king, aber welcher lokale Händler kann Kreation bezahlen? Wenn es nicht mal die Großen können (und wollen)? Mobile Targeting erlaubt es irgendwann dem lokalen Händler auch auf BILD Mobile zu werben. Da kommt er heut nicht mal auf die Idee. Und vor allem: Es rechnet sich auch noch für BILD. In Zeiten, in denen Mitarbeiter eher zu Schlecker gehen, weil der Staat da Auffanggesellschaften gründet, ….Ich drifte vom Thema ab.

    Jedenfalls fände ich es sehr gut, wenn man wirklich mal genau die Diskussion führen würde über das WARUM ist das Sammeln von Daten gefährlich und nicht das WIE werden meine Daten alles gesammelt.

  12. Jan on 28. März 2012 at 09:14

    Auch wenn wir jetzt etwas vom Kern meines Beitrages abweichen, habe ich nix dagegen, dass wir die Sache auf dem Mobilecamp zur Diskussion stellen – das Format passt denk ich ganz gut dafür.

    Also DEAL :-)

    Werde das als Session vorschlagen und hoffe natürlich auch Eure Teilnahme.

  13. vt on 28. März 2012 at 11:50

    Klingt gut. Leg mal los, Jan!

  14. Mirko Daeumler on 1. Juni 2012 at 10:57

    Danke für den Artikel, Jan.

    Ich gebe Sebastian recht, nur wenn man die diffuse Angst vor der Datenpreisgabe in konkrete Szenarien auflöst kann man sich auch dazu positionieren. Wenn die Folgen des unbeschwerten Agierens im Netz greifbar und anschaulich werden, gelingt es sicher auch, weniger internet-affine Nutzer dafür zu sensibilisieren.

    Bei meinem Sohn, der noch eher selten im Internet hantiert, gerate ich dann doch schon regelmäßig in Erklärungsnot, wieso ich ihn reglementiere was die Preisgabe von Informationen im Netz angeht. Tja ähm, warum eigentlich? … und noch viel schlimmer, wie erkläre ich die viele Theorie einem Kind zwischen 7-10 Jahren?

    Projekte wie „social-web-macht-schule” sind mehr als überfällig. Die Lehrer, die ich kennengelernt habe sind zeitlich nicht in der Lage dieses Thema in der gebührenden Tiefe zu beackern. Dazu kommt, dass Sie selbst teilweise erschreckend unwissend sind, was die Untiefen in puncto Internet angeht.

    Du sprichst an, dass hier Agenturen und Unternehmen gefragt sind und appellierst an die Vernunft derjenigen, die Anwendungen konzipieren und umsetzen. Reicht das? Die wirtschaftliche Abhängigkeit von den beauftragenden Unternehmen wird dem hohen Anspruch dort wohl sicherlich schnell einen Strich durch die Rechnung machen. Um eine gesetzliche Regelementierung kommt man da wohl kaum herum.

    Deswegen sollte Social Web wohl nicht nur Schule, sondern auch Politik machen. Denn dort besteht – wie im Artikel kurz erwähnt – mindestens der selbe Nachholebedarf wie an den Schulen.

  15. Jan on 1. Juni 2012 at 11:31

    Damit sprichst Du mir aus der Seele, Mirko! Es kann und darf natürlich nicht bei Unternehmen und Agenturen aufhören. Es fängt dort an, weil diese ja diejenigen sind, die die Datenverwaltung und Abfrage initiieren. Ähnlich wie beim Email-Marketing sind auch hier gesetzliche Regelungen gefragt, die einen sensiblen und zweckbezogenen Umgang mit Daten erzwingen.

    Und ich gebe Dir Recht, man muss das diffuse Szenario der Datenpreis- und weitergabe einmal auflösen oder es zumindest versuchen. Ich hoffe mal, dass das auf dem MobileCamp mit Hilfe der Teilnehmer auch gelingt.

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